So jetzt melde ich mich endlich mal wieder aus dem fernen Malawi. Zweieinhalb Wochen bin ich nun schon in Afrika. Eigentlich wollte ich hier ja all meine Eindrücke und Erlebnisse schildern, aber das ist unmöglich. Entweder habe ich kein Internet oder zumindest gerade am Anfang einfach keine Zeit.
In den ersten 10 Tagen hatten wir unser Vorbereitungsseminar im Weltwärtshaus in Lilongwe.
Wohl behütet und mit fließend Wasser und meistens Strom, war die Umstellung auf ein Jahr in einer anderen Kultur mit anderem Lebensstandard nicht wirklich zu erfahren. Die ersten 6 Vormittage lernten wir uns auf Chichewa zu verständigen.
Erlebnisse wie das erste mal mit einem klappernden völlig überfüllten Minibus fahren, das erste Mal Nsima ( Nationalgericht Malawis - Reisbreiklöße) essen oder auch kochen reihten sich aneinander.
Schon am Mittwoch der ersten Woche wollten wir nicht mehr nur unter uns sein und zogen los ins Nachtleben von Lilongwe. Eine Freiwillige die schon 10 Monate in Malawi ist, nahm uns mit ins „Shaks“. Nur zehn Minuten zu Fuß von unserem Haus entfernt. Am Anfang standen wir noch zusammen, doch schnell wurde man angesprochen. Die Freundlichkeit der Menschen hier schien undendlich zu sein. Wir lernten Malawier, Südafrikaner, Deutschmalawier und viele andere Freiwillige kennen, z.b. aus Kanada oder Neuseeland. Jetzt hatten wir das Gefühl wieder ein Stückchen mehr in Malawi angekommen zu sein.
Am Sonntag erzählte unsere Länderchefin uns, dass am späten Nachmittag die „Black Missionaries“ und Lucius Banda in Lilongwe auftreten. Sieben von uns wollten sich diese Chance, die vielleicht bekannteste Band Malawis zu sehen nicht entgehen lassen. Also fuhren wir mit dem Minibus in „summit culture centre – a beauty in the ghetto“. Der Name war Programm. Auf dem Weg sahen wir eine andere Seite Lilongwe. Keine Häuser mit hohen Mauern und Wachmännern, sondern kleine Hütten, eine neben der anderen. Die Einlasskontrolle übernahmen Soldaten, wass uns zunächst doch etwas abschreckte. Aber wir wollten ja Neues erleben. Als wir drinnen waren bemerkten wir schnell, dass wir die einzigen „mzugu“ (Weiße auf Chichewa) waren. Wir wurden wieder von allen Seiten freundlich empfangen. Wir hatten auf jeden fall wieder einmal jede Menge Spaß. Die Fahrt nach Hause war begleitet von einer kleinen Auseinandersetzung. Im Summit lernten wir zwei Malawier kennen die nun beide mit uns im Taxi fahren wollten, der eine dem anderen dies aber nicht gönnen wollte. Die Beiden zogen, schlugen und schrien einander an und wir machten die Türe zu und unser netter Taxifahrer fuhr einfach los. Als wir wieder am Weltwärtshaus angekommen waren, war es gerade einmal 21 Uhr, aber schon so lange dunkel als wäre es 2 Uhr Nachts.
Am Mittwoch fuhren vier (Svenja, Simon, Gregor und Christian) von unserer WG und ich nach Blantyre, genauer gesagt Limbe was direkt neben Blantyre liegt, in unser neues Zuhause. Ein riesiges Haus mit großem Garten und einem Wachhund namens Mucho erwartete uns. 6 junge Leute brauchen auch ihren Platz.
Am Abend wurden wir vom Chef der Jacaranda School, einem Arbeitsplatz von einem unserer Freiwilligen auf Bier und Samoosa (gefüllte Teigtaschen) eingeladen. Ein super Einstieg in Limbe.
Ab jetzt waren wir mehr oder weniger auf uns allein gestellt. Zwar mussten wir uns bereits im Weltwärtshaus selber versorgen, aber nun war es irgendwie etwas anderes. Am nächsten Tag wurde zunächst einmal groß eingekauft auf dem riesigen Markt in Limbe und im Supermarkt. Dann machten wir uns ans putzten und aufräumen, denn unser Haus gleicht an manchen Stellen noch einer Baustelle.
Ein kulinarisches Abenteuer gab es auch schon. Kleine Vögelküken am Spieß.
In unregelmäßigen Abständen wird zwischen 18 und 20 Uhr der Strom abgestellt, der sogenannte Powercut. Seit dem ersten Mal wissen wir nun, entweder wird vor 18 Uhr gekocht oder eben erst nach 20 Uhr. Und dann gibt’s auch immer mal wieder kein warmes oder gar kein Wasser. Aber so lässt es sich hier doch ganz gut leben.
Meine Arbeit hat am Montag mit einem Seminar in Zomba, einer kleinen Stadt ca. 65 km von Blantyre entfernt, angefangen. Es soll ein „structure plan“ erstellt werden, wie in Zukunft die Organisation aufgebaut werden soll und weitergeführt werden soll. Sogar Vertreter von Unicef und der Regierung und Doktoren sind vertreten und ich ;).
Heute bin ich also zurueck gekommen mit vielen neuen Eindruecken.
Soweit mal wieder ein paar Geschichten und Eindrücke aus dem „warmen Herzen Afrikas“.
Leider ist das Internet hier gerade super langsam, sodass ich heute wieder keine Bilder hochladen kann. Sobald es geht gibt es ein paar Bilder.
Ich hoffe in Deutschland ist auch alles gut soweit. Und hoffe alle die zur Schule gehen hatten einen guten Start ins neue Jahr. Die Studenten haben ja noch ein bischen frei.
Euer Manu
wow - 2 wochen und schon so viel los! das hört sich super an. freu mich auf mehr - liebsten gruß vom schwesterherz
AntwortenLöschenhey manu, das ganze hört sich echt nach abtenteuer an:) also ich muss sagen das was ich so von dir hör klingt beneidenswert. ich beinede dich schon ein bisschen...okay, ein bisschen sehr sogar :D. hier erlebt man immer das selbe und du machst neue erfahrungen die die meisten von uns nie erleben werden! halt die ohren steif und machs beste draus!
AntwortenLöschengruß ralph
hey manu
AntwortenLöschenich bin auch tierisch neidisch auf dich!!
Deine geschichte hört sich ganz nach manu an, nur eben in afrika :)
ich bin echt froh das es dir gefällt mach weiter so und entdecke afrika !!
Viele liebe Grüße, Stefan
wie schmecken die jungvögel?! ;)
AntwortenLöschen..ist das schön einen kleinen Einblick in Dein neues,aufregendes Leben zu bekommen, ist ab jetzt meine Lieblingslektüre!
AntwortenLöschengaaanz liebe Grüße und p......
Mama
Hi Manuel, das hört sich doch prima an! Da ist ja alles dabei, was das Herz begehrt! Ich wünsche Dir wirklich eine spannende und aufregende Zeit in Malawi. Aber da habe ich eigentlich keine Zweifel, dass es eine superschöne Zeit wird! :D Liebe Grüße, Fenno
AntwortenLöschenHi Manuel,
AntwortenLöschendas hört sich alles super an - und typisch DU: überall dabei und nix verpassen! :-)
Und endlich können wir wenigstens ein bissl teilhaben an deinem Leben "da unten".
SUPER - und ganz liebe Grüße
Peter
Hallo Jacki,
AntwortenLöschenso wie es aussieht hast Du die Sache schon richtig gut im Griff.Am 22.09. war ich gegen den VFB Block 6 R 2 Sitz 17 2:1 HURRA machs gut Du Grosser Maria u Ecki