Donnerstag, 18. August 2011

Leaving home for coming home

So nun melde ich mich ein letztes mal, 350 Tage Malawi – Afrika gehen zu Ende.

Meine Geburtstagsfeier war grandios, viele Freunde und Freiwillige kamen um zu feiern. Zur Feier des Tages schlachteten Christian, Joscha und ich auch gleich noch 3 Hühner, das erste Mal :). Da es das letzte Wochenende war, an dem alle aus unserer WG da waren, war es auch unsere Abschiedsparty. Es war einfach wunderbar, auch wenn ein wenig Abschiedsstimmung in der Luft lag, ein ganz besonderer Geburtstag.

Die Woche drauf kamen meine Eltern. Wir machten eine Südmalawitour, es war schön ihnen zu zeigen wo ich in diesem Jahr so war, wo ich gearbeitet habe und einige Besonderheiten mit ihnen zu erleben.

Und nun zu etwas anderem. Wie ihr vielleicht bemerkt habt, habe ich mich in diesem Blog noch in keinster Weise politisch geäußert, weil dies uns Freiwilligen im Bezug auf das Partnerland nicht erlaubt ist. Jedoch passiert hier im Land gerade so einiges, sodass ich trotzdem etwas schreiben möchte. Dem Land geht es zunehmend immer schlechter, es kann kein Diesel gekauft werden weil kein Dollar ins Land kommt, die Landeswährung verliert zunehmend an Wert. Da kein Dollar vorhanden ist, leiden auch die Unternehmen. Der Staat hat kein Geld um Gehälter zu bezahlen, also für Lehrer, Krankenhäuser, Polizisten oder das Militär. Auf Grund dieses Umstandes gab es am 20 Juli, landesweite Demonstrationen, auch gewaltsam. Es starben über 20 Menschen. Die Menschen hier werden immer unzufriedener mit der Situation, auch weil Pressefreiheit und Menschenrechte eingeschränkt werden. Eine für letzten Mittwoch angesetzte Demo wurde in letzter Sekunde abgesagt, hoffentlich aufgrund von angekündigten Gesprächen von NGOs, Regierung und Opposition, es blieb weitgehend ruhig. Ich bin wirklich gespannt wie sich die Situation hier weiter entwickelt.

Vor zwei Wochen haben sich noch mal alle Freiwilligen fürs Endseminar getroffen um neben dem Seminar sich am Strand auszutauschen, Spaß zu haben und über die Zukunft zu reden. Es war schon ein seltsames Gefühl für mich zu wissen, dass ich die meisten der Freiwilligen jetzt wohl nicht mehr sehe. Ich freu mich schon sehr auf meine Ankunft und das Leben in Deutschland, aber hier wegzugehen scheint auch gleichzeitig fremd. Zu viele Dinge habe ich hier kennen und lieben gelernt. An meinem letzten Arbeitstag, habe ich dann noch eine kleine Farewellparty veranstaltet. Der ganze Staff war eingeladen. Auch wenn in diesem Jahr nicht immer alles geklappt hat, habe ich doch einige in mein Herz geschlossen. Nachdem ich mich bei allen bedankt hatte, gabs für mich tatsächlich noch Abschiedsgeschenke. Es war nicht leicht zu gehen.


Aber Abschiede gehören wohl immer mit dazu und wenn ich auf das Jahr zurückblicke, dann kann ich sagen, es hat sich für mich gelohnt und ich kann nun mit diesen Erfahrungen in Deutschland weiterleben und auch daraus etwas für mich und mein Leben ziehen. Am Ende verabschiede ich mich ja doch „nur“ von Orten und Menschen - dass Jahr, die Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebnisse bleiben ja…

Wenn ihr beim Blog lesen Lust bekommen habt zu helfen, kann ich euch ans Herz legen der Jacaranda School zu spenden, an der ich auch immer wieder geholfen habe.

Hier der Link: http://www.jacarandafoundation.org/About.html

Jetzt ist das fast alles was ich noch mache, ein letztes mal. Das letzte mal Minibus fahren, Nsima essen oder eben den letzten Blogeintrag schreiben.

Gerade sitze ich vor unserem Weltwärtshaus, wo wir unseren letzten Tage verbringen. Genau am gleichen Ort habe ich vor mehr als 11 Monaten meinen ersten Blogartikel in aus Malawi geschrieben. Und nun wahrscheinlich meinen letzten in Malawi. So schließt sich also der Kreis…

Ich hoffe, euch hat mein Blog gefallen und ihr hattet Spaß beim lesen. Ich bin gespannt wie es sein wird all die Freunde und Bekannten wieder zu sehen!
Nürnberg…ich komme!!

Liebe Grüße

Manu

Montag, 11. Juli 2011

der vorletze schon

Nun schreibe ich wieder einmal in diesen Blog, und ich könnte schreiben, von so vielen Begegnungen, Erlebnissen, Geschehnissen in der Arbeit und von Urlauben.
All dies aufgeschrieben würde jedoch mehr als ein paar Seiten füllen.

Mit Simon und Christian habe ich also noch unsere Urlaubstage aufgebraucht, wir fuhren mit dem Bus nach Zambia zu den Viktoriafällen. Schon sehr beeindruckend. Vor Ort ließen wir es uns nicht nehmen, den Bunjisprung von der Brücke, mit Blick auf die Wasserfälle zu wagen. 111 m – Pure Adrenalin wurde uns versprochen, Tatsache es war ein Erlebnis der Extraklasse, ein Sprung in die Tiefe, einfach geil! Und wir besuchten den South Luangwa Nationalpark, sahen unzählig viele Tiere, Leoparden, Löwen, Elefanten, Giraffen, Büffel, Antilopen, Hippos und vieles mehr.
Und verrückt wie wir sind gings dann in die entgegengesetzte Richtung auf nach Zanzibar, mit Valentin und Vincent, zwei Freiwilligen aus dem Norden. Eine Insel, die ihrem Ruf gerecht wird. Mit dem Scharm von Stone Town und von arabischen Einfluss geprägt war es auch wert dort gewesen zu sein. Nicht zu vergessen die weißen Strände ;)
Aber auf unserer Reise fiel uns auch auf, wie weit Malawi doch im Vergleich zu seinen Nachbarländern in der Entwicklung zurückliegt. Eine Großstadt wie Lusaka oder Dar es Salaam gibt es in Malawi schlichtweg einfach nicht.
Die Arbeit dümpelt so vor sich hin, da oft in letzter Zeit die Unterstützung von meiner Chefin fehlte. Jetzt ist meine Chefin zu einer anderen Organisation gewechselt und hier geht alles durcheinander, es werden interessante Wochen.

Nächstes Wochenende dann feier ich meinen Geburtstag mit all jenen die man in diesem jahr so kennengelernt hat, und da es immer weiter aufs Ende zu geht wird es dann wahrscheinlich auch ein wenig zur Abschiedsparty.

Und so hat mich die Heimat auch schon bald wieder. Nach dem Endseminar bleiben mir noch 2 Wochen um mich zu verabschieden und meine Sachen zu packen. Am 22. August lande ich mit Flug SA 260 um 6:10 Uhr in Frankfurt. Manchmal freue ich mich auch schon wieder auf zu hause und auf Euch!

Hier nun noch ein paar Bilder vom Urlaub.


Es gibt noch einen Abschiedsblog, versprochen, den dann im August.

Bis dahin machts gut,

Euer Manu

Dienstag, 7. Juni 2011

Die vergangenen 2 Monate

So da melde ich mich nach langer Zeit mal wieder. Es ist viel passiert und ich kann hier gar nicht alles schreiben, es sind zu viele Eindrücke und Erlebnisse. Aber um euch dennoch ein wenig teilhaben zu lassen hier der Versuch die vergangenen Wochen zu erfassen.

Die Arbeit, so merke ich in den letzten Wochen ist in Malawi, vielleicht auch in Afrika, sehr schwierig. Projekte die ich versuche voranzutreiben kommen oft zum Stillstand oder werden nicht unterstützt von der Partnerorganisation. So ist es zweifelhaft ob ich es noch in meiner verbleibenden Zeit schaffe die Website online zu stellen oder ob ich es meinem Nachfolger/in überlassen muss.

Der Spielplatz ist schon auf dem Weg zum Ziel, er hat zumindest schon ein wenig Farbe bekommen. Allerdings steht das Projekt gerade still, da die dafür vorgesehenen Gelder anderweitig ausgegeben wurden. Ich hoffe das wird noch was.

Die Fahrten in die Dörfer entschädigen dann meist für all das was nicht klappt. Die Freude der Menschen, vor allem der Kinder in den Dörfern über mein kommen ist immer wieder, ja, herzergreifend.

Der Mosambique Urlaub war großartig. Die Reise war wieder mal ein Erlebnis. Wir waren mit dem Zug unterwegs, 12 Stunden und danach noch Busfahrt. Auf Ilha de Mosambique haben wir dann eine Woche verbracht, bevor wir wieder zurück fuhren. Wir haben viele Menschen kennengelernt, Einheimische und auch andere Freiwillige. Auch wenn es nicht immer einfach war, in einem Land das nur Portugiesisch spricht. Aber man kommt mit Händen und Füßen und 10 Wörtern Spanisch, und ein paar Wörtern aus dem Reiseführer schon zurecht.

Den höchsten Berg südlich des Kilimajaro in Afrika haben wir bezwungen. Mount Mulanje, stolze 3002m hoch. Anstrengend wars, das Wochenende. Aber es hatte sich gelohnt, die Aussicht war überragend, bei sonnenklarem Wetter.

Ja die Malaria hat mich hat mich dann doch noch nach 9 Monaten dahingefreckt. Eine Woche im Bett hieß das dann. War aber letztendlich nicht so schlimm.

Und dann sind da die letzten 2 Wochen über die es zu berichten gibt.

Es ist 5 Uhr morgens als ich aufwache, und draußen meine Gastmutter schon Mais stampfen höre. Ich drehe mich noch einmal um, um eine Stunde später aufzustehen. Ich bin im Dorf !

Eine kurze Erklärung: Meine Entsendeorganisation gibt allen Freiwilligen die Möglichkeit für 2 Wochen in ein malawisches Dorf zu gehen. Dort mit einer Familie zusammenzuwohnen, auf dem Feld zu arbeiten und einmal das Dorfleben hautnah mit zuerleben.

So fuhr ich also in ein Dorf namens Memo. Ich hatte gepackt, so sparsam wie möglich. Ich hatte keinerlei Technik dabei, kein I-pod oder elektrischen Rasierer, aber auch kein Buch. Ich wollte in diesen 14 Tagen, das wahre Dorfleben erleben. Ich stand also in der Früh auf, wir aßen zusammen zu Frühstück, dann gings aufs Feld. Wir ernteten Erdnüsse und Mais, wir pflanzten Chinakohl, sammelten Holz und trugen das ganze einen ca. halbstündigen Weg zurück zum Haus, auf dem Kopf, auch ich. Mittag gabs Essen, jeden Tag Nsima (Maisbreiklumpen) mit verschiedenen Beilagen. Am Nachmittag wurden andere kleinere Arbeiten gemacht, wie Erdnüsse schälen oder Maiskörner abpulen, oder auch einfach nur dasitzen. Gegen halb 6 wird es dunkel, im Schein des Feuers wird noch Abendessen gekocht, wieder Nsima mit Beilagen. Man sitzt noch ein wenig zusammen ehe es gegen spätestens 21 Uhr ins Bett, aber ich war auch jeden Abend verdammt müde. Ich hatte das Glück in ein Dorf gekommen zu sein, das mich aufnahm, und ich war mehr als nur ein Gast. Sicherlich gab es Momente in denen ich gerne wieder in Blantyre gewesen wäre, aber diese zwei Wochen sind, so kann ich sagen mein Höhepunkt in meinem Auslandsjahr bis jetzt gewesen. Ich kam auch wieder in den Genuss von Maus am Stiel und kleinen gebratenen Vögeln. Ich spielte Fußball und erkundete mit meinem Gastbruder die Umgebung um das Dorf. Es war schon ergreifend mit wie viel Freude ich bei den Menschen ich empfangen wurde.

Die letzten 4 Tage im Dorf sollten mich der Kultur noch viel näher bringen als erwartet. Der Schwiegersohn meiner Gastoma, war am Donnerstag verstorben und ich hatte das traurige Glück eine Beerdigungszeremonie in Malawi mitzuerleben, und zwar hautnah. Ich war in den vergangenen eineinhalb Wochen so sehr in der Familie eingebunden, dass es mir schon einige Male Tränen in die Augen trieb und mir die ein oder andere Träne die Wange herunterlief. Die gesamte Zeremonie war ergreifend. In diesen vier Tagen war ich endgültig im Dorf angekommen.

Ich habe auch viel gelernt und viele Vorurteile, die wir so haben wurden meist schlagkräftig entkräftigt. Dann habe ich Memo nach 14 Tage wieder verlassen, mit dem Versprechen auf jeden Fall noch einmal wiederzukommen. Der Abschied fiel mir schon schwer, die Menschen waren mir ans Herz gewachsen.

Es sind nun nur noch 10 Wochen für mich in Malawi, beziehungsweise in Afrika. Ich werde also versuchen meine Projekte noch fertigzustellen, und noch möglichst viel aufzusaugen in diesem so spannendenden Land bzw. Koninent. Demnächst werde mit Leuten aus meiner WG noch mal losziehen, um die verbleibenden Urlaubstage aufzubrauchen. Es geht nach Sambia zu den Victoriafalls und nach Tansania mit Endziel Zansibar. Im Juli kommen dann noch meine Eltern zu Besuch. Und dann steht schon unser Endseminar bevor, wo das Jahr noch einmal aufgearbeitet werden soll.


Ich melde mich davor noch einmal, versprochen dann gibt’s auch wieder ein paar Bilder. Ist zur Zeit wegen des langsamen Internets leider nicht möglich.

Hoffe es ist alles gut in good old Germany, und überall wo dieser Blog gelesen wird.

Machts gut bis dahin,

Manu

Sonntag, 10. April 2011

Die Zeit rennt …

> So gerade vom Fußballspielen bei Jacaranda, der Waisenschule, zurück, schreib ich wieder einmal aus dem wunderbaren Malawi. Die Regenzeit ist jetzt eigentlich zu Ende, aber ab und zu kommt noch mal ein Schauer vom Himmel.

Ich verstehe jetzt warum so ein Auslandsaufenthalt 12 Monate dauern sollte, es dauert einfach bis man sich richtig in die Gesellschaft einlebt. Und da jetzt nur noch 5 Monate verbleiben, in denen noch so viel passiert, ist das vielleicht schon wieder zu wenig Zeit dafür. Aber keine Angst, man kann nicht verlängern. :)

In der Arbeit gibt’s immer noch zu tun. Jetzt kommt dann auch wieder die Zeit für uns, in die Dörfer zu fahren und uns um unsere Projekte auf den Dörfern zu kümmern. Die Website für meine Arbeit ist dem Ziel ganz nahe, im nächsten Blogeintrag gibt’s dann hoffentlich die Adresse. Danach geht’s für mich an mein neues Projekt – ein Spielplatz für unseren Kindergarten entwerfen und dann bauen, Christian aus meiner WG hilft mir dann wahrscheinlich.

Letztes Wochenende waren wir in den umliegenden Stadtteilen Kleiderspenden für die Waisenschule, an der Gregor arbeitet einsammeln, es kam einiges zusammen, und es war schon erstaunlich wie viel Geld hier doch manche besitzen um sich riesige Villen zu bauen.

Seit neuestem gehe ich jeden Dienstag jetzt in ein Gemeindezentrum, in der Nähe von meiner Arbeit, wo wöchentlich ein Spiele und Beschäftigungsnachmittag für geistig und körperlich behinderte Kinder stattfindet, schon überwältigend wie die das Leben hier in Malawi meistern.

Mein Chichewaunterricht ist letzte Woche zu Ende gegangen, und hat schon seine Erfolge gebracht, wobei es mehr gebracht hätte, hätten ich meine Vokabeln besser gelernt, ganz wie in der Schule halt.

Seit letzter Woche mach ich endlich wieder Sport, und zwar im Blantyre Rugby Team. Macht auf jeden Fall Spaß und die Fitness ist so dann auch nicht total im Eimer.

In 3 Wochen steht unser erster Urlaub an, nach Mosambique, an den indischen Ozean. Mal ein bisschen rauskommen.

Vor kurzem haben wir es dann tatsächlich mal geschafft zu einem Fußballspiel zu gehen. Malawi – Togo. Mit Trikot und Schwarz-Rot-Grüner Fanbemalung ausgerüstet tanzten und sangen wir mit „Flames Imadododada“ (übersetzt: „Die Flames spielen!“) zusammen mit den 34000 Fans Malawi zum 1:0 Sieg. Das Spiel, sogar ein Qualifikationsspiel, muss man sagen war ziemlich schlecht, aber das war auch nur Nebensache, das Erlebnis afrikanischer Fußball war das wichtige.


Hier noch ein Nachtrag zum Alltag, sachen die noch zu erwähnen sind:

  • Wasser wird hier in 500 ml plastik Saeckchen verkauft und kostet umgerechnet 10 cent (water sachets) und so ein ding koennen die Malawier innerhalb von sekunden leersaugen!

  • Hier wird alles auf dem Kopf getragen!

  • Jeder Weisse (azungu genannt) ist reich und ein Engel

  • Um hallo zu sagen wird in die Hand eingeschlagen und mit den mittelfingern geschnippst. Malawier gruessen immer.

  • THERE`S NO HURRY IN MALAWI . Zeit ist voellig ueberbewertet

  • Regen entschuldigt alles

  • Statt den Aepfelbaeumen in Deutschland, sinds in Malawi Mango Baeume

  • Zu essen gibts immer deftiges mit Nsima, macht mehr als satt , ist scharf und wird mit den

  • Laeden werden hier sehr interessant benannt wie zb. ,only jesus can save you now beauty salon, und sie sind immer rot angemalt mit dem Schriftzug ,airtel, der groessten malawischen Handyprovider

So schnell den Blog reingestellt, ein paar Fotos dazu und ein Beispiel für malawische Pop-Musik

--->>> http://www.youtube.com/watch?v=-7OXrvy0Ye8

Jetzt ist dann Zeit unsren Grill einzuweihen.

Ich melde mich nach unserem Urlaub wieder,

hoffe euch geht’s allen gut, und da fällt mir ein, hoffentlich geht’s allen Abiturienten gut! Wird schon alles bei jedem geklappt haben oder noch klappen !


Liebe Grüße aus Malawi,

Euer Manu




beim Spielen

Fussballbegeisterung


im Dorf

St. Patricks Day

Grillbauen

Bananen


unser super Markt

Mittwoch, 9. März 2011

Mal wieder ein paar Fotos

Mein Arbeitsweg

Minibusstation am fruehen Morgen

Ringo, unser Affe

eine malawische Schulklasse

das Parlament


Christian, Marie und ich mit sogennannten Jack-Fruits

wer findet die Elefanten?

Hippos

Christian und ich

unsere Tauchcrew



Liebe Gruesse aus Limbe,

Manu

Freitag, 25. Februar 2011

Ndili bwino. - Kaya inu?

>

Mir geht’s gut wie geht’s euch?

Diesmal erzähle ich euch nicht von meinen Erlebnissen uns Reisen, was zwar auch einiges wäre, sondern von den alltäglichen Dingen die hier den Alltag ausmachen.

Bilder gibt’s dafür von allem.


Hier mal ein paar Sachen die hier in Malawi den Alltag ausmachen.

Gefahren wird in der Stadt eigentlich immer mit dem Minibus. Minibusse sind alte umgebaute Toyota Kleinbusse, in die wenn der Fahrer will bis zu 24 Menschen plus Gepäck reingequetscht werden können. Die Fahrt in Blantyre kostet 50 Malawi Kwacha, umgerechnet 25 Cent. Doch so einfach ist das dann oft nicht, denn Minibusse fahren erst los wenn auch der letzte Platz besetzt ist, was oft zu längeren Wartezeiten führt. Nach 19 Uhr fährt meist kein Minibus mehr, dann muss man auf Taxis umsteigen, doch in der früh um 5:30 Uhr fahren schon wieder die ersten los, was die Rückfahrt am Wochenende aus Blantyre erheblich vergünstigt.

Nun zu Essen und trinken. Eingekauft wird auf dem reichhaltigen Markt, hier gibt’s Mangos die nach Mango und nicht nach Papier schmecken. Je nachdem welche Saison ist, gibt es bestimmte Früchte oder Gemüse im Überfluss. Avocados, Kürbisse, Mais, Limes, Ananas und vieles mehr. Alles andere findet man meist dann in den Supermärtken, wie peoples, shoprite oder metro.

Die Malawier essen meist Nsima mit etwas dazu. Nsima kann man sich vielleicht in etwa so vorstellen wie wenn man das Kartoffelpüreefertigpulver mit Wasser aufkocht und zu festen Klumpen formt. Hier wird das allerdings aus Maismehl gemacht und schmeckt eigentlich neutral. Dazu gibt’s dann entweder Tomatensoße mit Hühnchen, Chinakohl, hart gekochte Eier oder auch Usipa, das sind kleine getrocknete Fische, die aber leider nicht gut schmecken. Am See gibt’s frischen Fisch dazu.

Aber mit dem was es so gibt, kann man sich eigentlich fast alles kochen auf das man so Lust hat, mit der Ausnahme, das Käse nicht wirklich bezahlbar ist.(100 g Gauda, 5 Euro)

Ansonsten kann man sich auf der Straße so allerhand kaufen. Da gibt es zum einen die unzähligen Chipsbräter, die von früh Morgens bis Abend eine Art Bratkartoffeln für ca. 50 MK verkaufen, manchmal auch mit Chicken. Es gibt Mandasis, das sind eine Art Krapfen aus Maismehl, aber ohne Füllung und auch die guten Samoosas, frittierte Teigtaschen, gefüllt mit Kartoffeln oder wenig oder viel Fleisch. Und überall werden an der Straße gegrillte Maiskolben verkauft, auch direkt vor unserem Haus, deshalb gibt’s fast jeden zweiten Tag einen Maiskolben.

Dann gibt es noch zwei Brotarten auf der Straße zu kaufen, die einen genannt Obama, normales Weißbrot, und die anderen genannt Bin Laden, oder Osama, ein gelb gefärbtes Brot. Bei ersten mal als ich das hörte, dachte ich da verarscht mich einer, bis ich mir einen gekauft habe.

Zu Trinken gibt’s an jeder Ecke Coke, Fanta und Sprite für 50 Kwacha, also 25 Cent, was dazu führt dass man viel zu viel davon trinkt. Zu finden ist auch immer überall, süßes alkoholfreies Maisbier genannt Tobwa. Wasser kann man in Blantyre aus der Leitung trinken, auch wenn man dann viel Chlor mittrinkt, zu kaufen gibt’s allerdings auch nur stilles Wasser.

Bier gibt’s eigentlich nur von Carlsberg, dafür alle Sorten. Die Flasche 0,33 l oder 0,5 l für 50 Cent.

Ja und dann gibt’s noch Chibuku, das lokal gebraute Maisbier. Ungefiltert im 1 Liter Tetrapack, variiert die alc.% zwischen 3% und 10%, je nachdem wie lange das Bier in der Sonne steht und gärt. Einmal probiert reicht aber eigentlich.

Feiern gehen kann man entweder in den local Bars, wie sie überall in Malawi zu finden sind, oder in den größeren Städten wie Blantyre und Lilongwe, wo es auch richtige Clubs zum feiern gibt.

Da geht die Feierei dann, genauso wie in Deutschland bis es hell wird.


So und jetzt mal ein Tagesablauf von mir unter der Woche.

Aufgestanden wir je nachdem ob ich einen Lift, also eine Mitfahrgelegenheit habe oder nicht entweder um 6.30 Uhr oder 7.15 Uhr. Meine morgentliche Mitfahrgelegenheit ist ein netter Südafrikaner, der seit 10 Jahren in Malawi lebt. Er setzt mich dann direkt vor der Carlsberg Brauerei ab, von dort muss ich dann noch 10 Minuten laufen. Ansonsten muss ich 2 oder drei Minibusse nehmen um von zu Hause zur Arbeit zu kommen. Aber aus dem Minibus herraus kann man sich dann noch sein zweites Frühstück kaufen. Auf dem Fußweg treffe ich dann immer nette Malawier auf ein nettes Gespräch, was machmal aber auch nervig sein kann.

Im Büro angekommen geht’s ins Büro von Mavuto, welches auch meins ist. Ein freundliches „Muadzuka achimwene“, Wort für Wort übersetzt, „wie bist du aufgestanden mein Bruder“ als Begrüßung. Dann arbeite ich entweder an meinem Laptop an der Website, spiele mit den Kindern im Kindergarten nebenan oder wir fahren zu Projekten in die Dörfer. Wenn wir nicht auf die Dörfer fahren, denn aus denen kommen wir meist nicht vor 18 Uhr zurück, geht’s dann so gegen 15 Uhr Richtung nach Hause. Auf dem Weg wird vielleicht noch etwas eingekauft oder am Markt noch ein bisschen Pool gegen die Malawier gespielt.

Daheim wird dann eigentlich wenig getan, ein bisschen gelesen, Serien auf dem Laptop geschaut oder mit den Affen gespielt. Und dann wird gekocht, meist von mir oder auch von Joscha.

Den Abwasch machen dann andere. Zum Abschluss des Tages schauen wir entweder noch einen Film oder setzten uns noch entspannt auf unsere Terrasse. Wobei die Tage unter der Woche meist nicht allzu lange gehen, man ist einfach müde, weil ja doch fast jeden Tag etwas neues passiert.


Fotos gibts bald ...

Mal schauen wann ich mich wieder melde,

hoffe es geht euch allen gut,


Euer Manu

Sonntag, 9. Januar 2011

neue Fotos aus altem und neuem Jahr

mit orginal Nürnberger Bratwürstchen, Sauerkraut und orginal Nürnberger Luft, ein guter Start ins neue Jahr

Neujahrs WG Foto


meine Silvesterrakete

Lagerfeuer noch vor 0 Uhr


Nacktbaden im neuen Jahr


schon eine große Kirche, für so eine Insel im Malawisee


Kirche auf Likoma


Überfahrt nach Likoma









unser neues Haustier


unser grandioses Weihnachtsessen


unsere Weihnachtspalme


Plätzchen :)


nochmal Weihnachtspalme


Teacher Training Abschlussfoto


auch ich bekomme mein Zertifikat


beim Teacher Training, hab ich beigebracht, hier auf Chichewa Lautschrift. Wer erkennt´s?


Weihnachtsmann auf Reisen


unser Palmenadventskranz


da sind die Rastas ab


da kommen die Rastas ab




"altes" Männer-WG-Foto