Sonntag, 10. April 2011

Die Zeit rennt …

> So gerade vom Fußballspielen bei Jacaranda, der Waisenschule, zurück, schreib ich wieder einmal aus dem wunderbaren Malawi. Die Regenzeit ist jetzt eigentlich zu Ende, aber ab und zu kommt noch mal ein Schauer vom Himmel.

Ich verstehe jetzt warum so ein Auslandsaufenthalt 12 Monate dauern sollte, es dauert einfach bis man sich richtig in die Gesellschaft einlebt. Und da jetzt nur noch 5 Monate verbleiben, in denen noch so viel passiert, ist das vielleicht schon wieder zu wenig Zeit dafür. Aber keine Angst, man kann nicht verlängern. :)

In der Arbeit gibt’s immer noch zu tun. Jetzt kommt dann auch wieder die Zeit für uns, in die Dörfer zu fahren und uns um unsere Projekte auf den Dörfern zu kümmern. Die Website für meine Arbeit ist dem Ziel ganz nahe, im nächsten Blogeintrag gibt’s dann hoffentlich die Adresse. Danach geht’s für mich an mein neues Projekt – ein Spielplatz für unseren Kindergarten entwerfen und dann bauen, Christian aus meiner WG hilft mir dann wahrscheinlich.

Letztes Wochenende waren wir in den umliegenden Stadtteilen Kleiderspenden für die Waisenschule, an der Gregor arbeitet einsammeln, es kam einiges zusammen, und es war schon erstaunlich wie viel Geld hier doch manche besitzen um sich riesige Villen zu bauen.

Seit neuestem gehe ich jeden Dienstag jetzt in ein Gemeindezentrum, in der Nähe von meiner Arbeit, wo wöchentlich ein Spiele und Beschäftigungsnachmittag für geistig und körperlich behinderte Kinder stattfindet, schon überwältigend wie die das Leben hier in Malawi meistern.

Mein Chichewaunterricht ist letzte Woche zu Ende gegangen, und hat schon seine Erfolge gebracht, wobei es mehr gebracht hätte, hätten ich meine Vokabeln besser gelernt, ganz wie in der Schule halt.

Seit letzter Woche mach ich endlich wieder Sport, und zwar im Blantyre Rugby Team. Macht auf jeden Fall Spaß und die Fitness ist so dann auch nicht total im Eimer.

In 3 Wochen steht unser erster Urlaub an, nach Mosambique, an den indischen Ozean. Mal ein bisschen rauskommen.

Vor kurzem haben wir es dann tatsächlich mal geschafft zu einem Fußballspiel zu gehen. Malawi – Togo. Mit Trikot und Schwarz-Rot-Grüner Fanbemalung ausgerüstet tanzten und sangen wir mit „Flames Imadododada“ (übersetzt: „Die Flames spielen!“) zusammen mit den 34000 Fans Malawi zum 1:0 Sieg. Das Spiel, sogar ein Qualifikationsspiel, muss man sagen war ziemlich schlecht, aber das war auch nur Nebensache, das Erlebnis afrikanischer Fußball war das wichtige.


Hier noch ein Nachtrag zum Alltag, sachen die noch zu erwähnen sind:

  • Wasser wird hier in 500 ml plastik Saeckchen verkauft und kostet umgerechnet 10 cent (water sachets) und so ein ding koennen die Malawier innerhalb von sekunden leersaugen!

  • Hier wird alles auf dem Kopf getragen!

  • Jeder Weisse (azungu genannt) ist reich und ein Engel

  • Um hallo zu sagen wird in die Hand eingeschlagen und mit den mittelfingern geschnippst. Malawier gruessen immer.

  • THERE`S NO HURRY IN MALAWI . Zeit ist voellig ueberbewertet

  • Regen entschuldigt alles

  • Statt den Aepfelbaeumen in Deutschland, sinds in Malawi Mango Baeume

  • Zu essen gibts immer deftiges mit Nsima, macht mehr als satt , ist scharf und wird mit den

  • Laeden werden hier sehr interessant benannt wie zb. ,only jesus can save you now beauty salon, und sie sind immer rot angemalt mit dem Schriftzug ,airtel, der groessten malawischen Handyprovider

So schnell den Blog reingestellt, ein paar Fotos dazu und ein Beispiel für malawische Pop-Musik

--->>> http://www.youtube.com/watch?v=-7OXrvy0Ye8

Jetzt ist dann Zeit unsren Grill einzuweihen.

Ich melde mich nach unserem Urlaub wieder,

hoffe euch geht’s allen gut, und da fällt mir ein, hoffentlich geht’s allen Abiturienten gut! Wird schon alles bei jedem geklappt haben oder noch klappen !


Liebe Grüße aus Malawi,

Euer Manu




beim Spielen

Fussballbegeisterung


im Dorf

St. Patricks Day

Grillbauen

Bananen


unser super Markt